Ninas erste Erfahrungen als Freiwillige im einewelt Haus Magdeburg
March 4th, 2008
Also, ich bin die Nina Krause und mache ein FSJ ORFIDE bei der AGSA, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt. Am Anfang dachte ich “Häh ORFIDE??? Was ist das denn???”. Aber heute find ich es toll ein ORFIDler zu sein.
ORFIDE, das heißt Orientierung finden - Identitäten entwickeln und ist u.a. eine Gruppe innerhalb des FSJ Kultur.
Jede/r FSJler/in bekommt neben den normalen FSJ-Tätigkeiten ein “Eigenprojekt”, um das man sich kümmern oder besser, dass man ins Leben rufen soll. Mein Eigenprojekt ist die Eröffnung eines Gesprächscafes mit dem Titel “Mein Name ist Mensch”.
Gleich im ersten Monat bei der AGSA gab es die erste große Veranstaltung zu planen und mit zu organisieren. Das war die “Interkulturelle Woche” mit dem diesjährigen Motto “Sprache ist Vielfalt”. Die Arbeit dafür war anstrengend aber unwahrscheinlich interessant und im Ergebnis doch erfolgreich, denn schon bei der Auftaktveranstaltung am 22.09.2007 gab es viel zu erleben, und es hat sehr viel Spaß gemacht.
Anfang Oktober dann fand mein erstes Seminar, das “ORFIDE-Einführungsseminar”, in Niederndodeleben statt. Dort hatte ich die Möglichkeit andere ORFIDler/innen kennen zu lernen und kann sagen, dass ich dort die tollsten Freund/innen gefunden habe, die man sich nur vorstellen kann. Gelernt und auch gelacht haben wir natürlich auch viel.
Im November dann hatte ich die Möglichkeit an einem Seminar über „Internationale Jugendarbeit” in Schierke teilzunehmen. Dort waren auch viele andere Jugendliche aus vielen anderen europäischen Staaten und wir konnten viel lernen und auch hier kam der Spaß nicht zu kurz. Es gab unter anderem einen tollen Baudenabend mit offenem Feuer und Brockenhexen.
Am 29.11.2007 war denn die Premiere meines Gesprächscafés. Jedes Mal soll dort über ein bestimmtes Thema gesprochen werden. Das Erste Thema war „Gastfreundschaft”.
Im Vorfeld musste erst einmal der Raum ausgestaltet werden. Dazu ging ich ins Gewächshaus in Magdeburg und besorgte ein paar Palmenwedel. Zusammen mit einigen afrikanischen Tüchern an der Decke festgemacht war der Raum exotisch dekoriert und passte zum Thema, zumal einer der Gastredner, Gerhard Hirschmann, ja ein wahrer Afrika-Profi ist. Als zweiter Gastredner war Nguyen Tién Dúc geladen
Beide haben ausführlich von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Gastfreundschaft berichtet und es gab viel zu staunen aber auch zu schmunzeln, wenn uns Deutschen zum Beispiel der Spiegel vorgehalten wird und wir hören müssen, wie Menschen anderer Kulturen verwundert sind über deutsche Pünktlichkeit und Korrektheit bei Einladungen. Ein kleines Highlight war dann auch noch der Auftritt des Herrn Duc. Es hatte sein Instrument „Dan bao” mitgebracht und uns auch etwas darauf vorgespielt. Wer sich dafür interessiert, kann gerne auf der AGSA Internetseite mehr darüber erfahren.
Am 20. Dezember 2007 findet das nächste Gesprächscafe’ statt. Das Thema dieses Mal wird sein „Sitten und Gebräuche”. Mal sehen, was dann auf mich zukommt.
Alles in allem kann ich sagen, dass die vergangenen zwei einhalb Monate für mich sehr aufregend und interessant waren. Ich habe viele interessante Menschen kennen gelernt und hatte auch viel Spaß und habe sehr viel gelernt. Hoffen wir mal, dass es so weiter geht.
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