Es ist März, naja sozusagen fast April.
Das bedeutet, dass mein Projekt nun aktiv seit 4 Monaten läuft, also wenn man davon ausgeht, dass März ist. Gut, lassen wir das. Meine Kinder, die in meiner Freitagsgruppe, haben einen ersten Auftritt! Mit dem großartigen Stück „Rotputtelnittchen bei Frau Holle“, im Rahmen einer Märchenwoche die unterstützt wird von der ARD. Vorgeschriebenes Thema: Märchen.
Hier muss ich mal weiter ausholen… nein Scherz… bin ja nicht Stefan.
Kurz zur Handlung:
Ein kleines Mädchen soll losziehen um das Übliche zur Großmutter zu bringen. Dabei begegnet sie einem Jäger, der sie mit Schneewittchen verwechselt. Da Rotputtelnittchen noch vor hat eine Weile unter den Lebenden zu bleiben, rennt sie, wie man das so macht als kleines, hysterisches Mädchen, davon. Dummerweise verläuft sie sich, aber, hach Gott sei Dank, trifft sie 3 Zwerge, die sich zu Tode langweilen.
Die Zwerge fragen, ob sie nicht bei ihnen bleiben will. Das Mädchen erklärt, dass sie doch nicht mit fremden Menschen mitgehen soll, die süßen Zwerge (gespielt von drei 10 Jährigen und einer Rentnerin) erklären, dass sie doch fremde Zwerge sind, keine fremden Menschen und es folglich gar kein Problem wäre.
Also geht die kleine Dumpfbacke mit und arbeitet eine Weile für die inzwischen 4 Zwerge. Eines Nachmittages steht eine Frau vor ihrer Tür, diesmal will sie keinen Apfel verkaufen, sondern stellt sich als Frau Holle vor. Die Dame erzählt, dass sie Rotputtelnittchen beobachtet hat und fragt sie, ob sie nicht mit zu ihr kommen möchte.
Unsere kleine Heldin hat sowieso nichts Besseres vor und geht mit der Fremden mit ( „Aber Mutter sagt immer, dass ich mit keinen fremden Menschen mitgehen soll!“ „ Aber ich bin doch kein Mensch! Ich bin Frau Holle, ich mache das Wetter!“ „Hm…“ „ Ich bin unsterblich!“ „Nun dann!“).
Bei Frau Holle angekommen, stellt die ihr ihre beiden fiesen, aber dummen, darum unabsichtlich witzigen, Töchter vor. Goldmarie wird rangepfiffen und man erklärt ihr, dass sie nun endlich gehen darf. Langsam bekommt auch Rotputtelnittchen ein schlechtes Gefühl. Aber zu spät. Sie muss da bleiben und arbeiten.
Eines Tages, wie das eben so ist, kommt ein Brief. Verkündet wird, dass der tolle Prinz Hans Glück ein Fest feiert um eine Frau zu finden. Alle dürfen hin, auch unser Aschenputtel für Anfänger, aber unter der Bedingung erst noch die Erbsen und Linsen zu sortieren. Zum Glück kommen die 4 Zwerge, denn sie lieben es zu sortieren, und helfen Rotputtelnittchen. Nun kann die Kleine auch zum Ball gehen. Der Prinz sieht sie, verliebt sich, ignoriert die Anderen und noch bevor es zu einem Küsschen kommen kann, erinnert die beleidigte Frau Holle, dass Rotputtelnittchen doch zur Großmutter wollte. Und so gehen sie und Hans Glück zur Oma. Die beiden Schwestern versuchen noch dem Publikum ein falsches Ende auf zu tischen, die Zwerge klären alles auf, Rotputtelnittchen und ihr Prinz treffen bei der Großmutter ein und alle sind glücklich.
Huppsala, jetzt wurde es ja doch etwas länger.
Zudem konnte ich hier endlich die ganzen tollen technischen Elemente (z.B. auch chorisches Reden) mit einfließen lassen.
Ein Traum.
Ich bin etwas gespannt wie es nun wird, wenn es endgültig fertig ist.
Aber es ist ein spannendes Gefühl, wenn man eine künstlerische Verantwortung den Mitmachenden (sie sollen sich schließlich nicht blamieren), aber auch sich selbst (ein gewisses Niveau halten) gegenüber hat.
Euer Stefan Rakebrand äh ich meine: Eure Ulle
